2. Woche 10.02.-14.02.2014
Die zweite Woche fing sehr spannend für mich an. Am Montag bekam ich zunächst eine kleine Einführung von meiner Kollegin Geli in das Cobra Adress Programm, indem die Kontaktadressen des Bildungsbüros verwaltet werden, was sehr viele sind. Das Programm ermöglicht es, E-Mails an einen zuvor definierten Personenkreis zu senden. Hier können also gezielt Gruppen ausgewählt werden. Das Programm stellt eine große Erleichterung von Verwaltungsabläufen dar.
Eine kleine Herausforderung kam mit der folgenden Aufgabe auf mich zu. Das Bildungsbüro möchte zukünftig noch mehr Werbung in eigener Sache machen und denkt deshalb über die Gestaltung eines Werbebanners nach. Ich bekam deshalb die Aufgabe, diesen zu konzipieren und gestalten sowie passende Angebote einzuholen. Nachdem ich mich mit einigen Anbieter in Verbindung gesetzt hatte, ließ ich meiner Kreativität freien Lauf und machte mich an die Gestaltung. Da das Bildungsbüro derzeit bemalte Steine mit dem Schriftzug „Gemeinsam bringen wir den Stein ins Rollen“ zu Werbezwecken verteilt, habe ich mir überlegt, diese auf dem Banner zu integrieren. Super Ideen gab mir dabei auch Geli.
Am Dienstag war für mich ein ganz besonderer Tag. Gemeinsam mit Melanie durfte ich auf die Kindermedienland Tagung des LMZ Stuttgart. Besonders beeindruckt hat mich dabei der Vortrag von Prof. Dr. Michael Kerres der Universität Duisburg-Essen. Der Name des Professors sowie einige Texte von ihm waren mir bereits aus einigen Vorlesungen in meinem Studium bekannt. Kerres hielt seinen Vortrag über das Thema „Lernen mit digitalen Medien- Mit welchen Medien?“. Er erklärte, dass man mit Medien anders lernt aber nicht besser. Das Lernen ist aber flexibler und schneller. Beim Thema Medien in Schulen ist er der Meinung, dass Schulen ein pädagogisches Konzept hinter der Medienintegration in den Unterricht setzen sollten. Dazu nannte er zwei Beispiele:
1. Bring your own device: Jeder Schüler kann
seine eigenen Geräte mitbringen und hat daher auch seine eigene Lernumgebung,
so entsteht eine Vielseitigkeit in der Medienumgebung. Nachteile ergeben sich
durch ein mögliches Chaos, dass durch die Vielfalt entstehen könnte.
2. Vorkonfigurierte PCs an der Schule: Jeder
Schüler arbeitet so unter denselben Voraussetzungen und benutzt die gleiche
Hard- und Software. So arbeiten alle mit dem gleichen Betriebssystem.
Ein weiterer Vortrag wurde von Prof. Dr. Jantke vom Fraunhofer Institut in Illmenau gehalten. Jantke sagt, dass die Mediennutzung bzw. welche Medien eingesetzt werden sehr stark altersabhängig ist. Beispielsweise schauen jüngere deutlich mehr Fern, was sich mit dem Alter zur deutlich höheren Internetnutzung ändert. Jantkes Forschungsschwerpunkt ist das Game-Based-Learning. Hier ist er der Meinung, dass die Wirkung von Medien nur dann vorhanden ist, wenn sich der Nutzer auch wirklich darauf einlässt.
Mittags konnten dann Fachforen ausgewählt werden. Ich entschied mich für das Forum „Digital lernen und kommunizieren“. Hier stellten Mitarbeiter des LMZ unterschiedliche Möglichkeiten und Methoden des Online Lernens, bzw. des Lernens am Computer vor. Im Mittelpunkt stand dabei die Mediathek „Sesam“, in der sich Lehrer Unterrichtsmaterialien besorgen können.
Am Mittwoch habe ich dann die restlichen Adressen der Kindergärten sowie deren Betreuungsformen überprüft. Außerdem sollte ich Mappen für Tagungen und Konferenzen organisieren. Die Mappen sollen dann mit dem Logo der Bildungsregion bedruckt werden.
Am Donnerstag durfte ich mit meinem Kollegen Jürgen auf eine Tagung an die PH Weingarten. Das Thema lautete „Demografischer Wandel und (Aus)Bildung – Eine Forschungsfrage auf dem Prüfstand. Stichpunktartig möchte ich die wichtigsten Erkenntnisse des Tages nun nennen:
·
Die Ausbildungsbereitschaft
der Betriebe geht zurück
·
Das
Alter der Ausbildungsabschlüsse ist sehr stark gestiegen
·
Folgende
Probleme erschweren die Berufswahl: fehlende Ausbildungsreife, fehlende
Orientierung, Freizeitorientierung, Besuch von weiterführenden Schulen
verhindert schnellen Einstieg in den Beruf, Migrationshintergrund
·
4
zentrale Aufgaben, die zukünftig auf (Aus)Bildungsbegleiter zukommen:
qualifizieren, partizipieren, binden und konsumieren
·
Eine
wichtige Rolle spielen dabei die individuelle Entwicklung und die
gesellschaftliche Einbindung
·
Gymnasiasten
weisen einen deutlich längeren Ausbildungsweg und mehr Zweitausbildungen auf als
Real-, oder Hauptschüler
·
Gute
Noten garantieren keine erfolgreiche Berufswahl
Mit dem heutigen Freitag endet nun auch schon die zweite Woche meines sehr informativen, vielseitigen und interessanten Praktikums.
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